Call for Papers ESE V

Reichweite einer Pädagogik sozio-emotionaler Entwicklungsförderung

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Leitgedanke des Call for Abstracts

Liebe Kolleg:innen,
Prävention und Evidenz avancieren im 21. Jahrhundert zu sog. „Paradigmen“ der Heilpädagogik.. Zum Ziel der Heilpädagogik gehört das Innovieren im Theorie-Praxis-Gefüge. Präventive pädagogische Rahmenkonzepte wie der School Wide Positive Behaviour Support (SWPBS), evidenzbasierte Förderung mit Sozial-Emotionalem-Lernen und mentalisierende Zugängestellen exemplarisch drei solcher innovativer Forschungsprogramme – im Sinne multiprofessioneller Querschnittsthemen – für die heilpädagogische Profession dar.

Innerhalb der Schweiz gilt seit der Einführung des Lehrplan 21 Persönlichkeitsbildung und sozio-emotionale Entwicklung – im Sinne einer überfachlichen Kompetenzvermittlung – als bildungspolitische Zielsetzung für alle Schüler:innen. Ein zentrales Anliegen schulischer Bildung wird somit die Sicherstellung der Lern-, Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Mit dieser normativen Setzung einer Zuständigkeit und Anwaltschaft der Heilpädagogik für 100 Prozent der Kinder und Jugendlichen – im Sinne von Prävention – geht ein Perspektivwechsel pädagogischer Disziplin einher.
Ergänzend zu einer evidenzbasierten Wissenschaft und Praxis sind Aspekte der Ethik und der normativen Einbettung einer solchen präventiven Zuwendung zu diskutieren. Ethische Überlegungen veranlassen uns, Prävention und Evidenz – innerhalb einer immer wieder zu bestimmenden Reichweite von Disziplin und Profession – als wünschenswerte Forschungsprogramme der Heilpädagogik mit Risiken und Nebenwirkungen, aber auch mit Möglichkeiten und Chancen zu diskutieren.

Die Reichweite einer sich als interdisziplinär verstehenden Disziplin zeigt sich auch in einer kooperativen multiprofessionellen Zusammenarbeit. Wie der Transfer heilpädagogischen Wissens und Könnens im Bereich sozio-emotionale Entwicklung in pädagogisch-therapeutische Berufe professionalisiert werden kann, ist dabei auszuloten. Ihre Grenze findet eine pädagogische Reichweite nicht zwangsläufig in therapeutischen Handlungsfeldern, wenn man Heilpädagogik als pädagogisch-therapeutisch definiert.

Beiträge zu einer Bestimmung von Gegenstand und Reichweite einer Pädagogik sozio-emotionaler Entwicklungsförderung sind auf professionsbezogener Ebene ebenso indiziert, wie eine disziplinäre wissenschaftsmethodologische Auseinandersetzung mit der Gegenstand-Methoden-Interaktion.

Mit Blick auf gesellschaftlichen Wandel sind vor allem in Krisen Fragen nach der Relevanz und Notwendigkeit heilpädagogischer Angebote genauso aufgeworfen, wie die Frage nach dem Sinn und Ziel einer heilpädagogischen Zuwendung in der Theorie-Praxis-Relationierung, wenn 100 Prozent der Kinder und Jugendlichen pädagogisch-präventiv adressiert werden sollen.
Die Themenplateaus des CfAs, zu denen Beiträge (auch verschränkt) eingereicht werden können, sind:
- Reichweite sozio-emotionaler Entwicklungsförderung
- Paradigma Prävention
- Disziplin und Profession zwischen Ethik und Evidenz
- Soziale Distanz und Bindung
- Digitalisierung und Heilpädagogik
- Transfer von sonderpädagogischem Know-How
- Multiprofessionelle Zusammenarbeit

Zu diesen Leitgedanken sind auch kritisch-konstruktive Blicke auf das Thema aus der Praxis sehr hilfreich und genauso erwünscht wie reflexive, theoriebildende und empirische Beiträge aus Forschung und Wissenschaft.
Daher würden wir uns freuen, wenn Sie Ihren eigenen Bezugspunkt zum Rahmenthema aufgreifen und für die ESE V zu einer der nachstehenden Rubriken ein Abstract einreichen:

1. Originalia (doppelt-blinde, externe Begutachtung, i.d.R. 2 Gutachten): Es können ca. 4 Originalia aus theoretischen und empirischen Arbeiten (mit max. 40.000 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Beitrag für die Ersteinreichung und zusätzlichen 10.000 Zeichen für mögliche Überarbeitungen) veröffentlicht werden. Diese unterliegen Peer-Reviews (double-blind). Die/der Erstautor:in muss sich in der Qualifikationsphase (noch keine dauerhafte Berufung, noch nicht habilitiert) befinden.
2. Tagungsbeiträge und weitere Fachbeiträge (einfach-blinde Begutachtung durch die Redaktion, i.d.R. 2 Gutachten): Tagungsbeiträge der Dozierendenkonferenz und weitere aktuelle Beiträge aus dem Fach. Insgesamt werden ca. 8 Beiträge veröffentlicht (mit max. 30.000 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Beitrag für die Ersteinreichung und zusätzlichen 5.000 Zeichen für mögliche Überarbeitungen). Sollten mehr Beiträge eingereicht werden, so entscheidet der Herausgeberkreis auf der Grundlage des Herausgeber-Reviews.
3. Zur Diskussion: Hier darf eine Meinung pointiert und zugespitzt vorgetragen werden; der Beitrag soll aufrütteln und Gegenpositionen (in den nächsten Ausgaben) evozieren. Es soll ein („fairer aber scharfer“) Diskussionsprozess eröffnet werden. Veröffentlicht wird ca. 1 Beitrag (mit max. 40.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
4. Praxis und Theorie: Um den Theorie-Praxis-Transfer zu intensivieren, können hier Beiträge mit vornehmlich thematischem Praxisbezug (schulisch und außerschulisch) eingereicht werden. Veröffentlicht werden 1-2 Beiträge (mit max. 20.000 Zeichen inkl. Leerzeichen).
5. Buchbesprechungen: Neuerscheinungen mit inhaltlichem Bezug zum Fach. Es werden 1-2 Beiträge veröffentlicht (mit max. 5.000 -7.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
6. Forum Kurzberichte aus den Bundesländern/Kantonen: Aktuelle Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern, an den Studienorten usw. können berichtet und gezielt dokumentiert werden. Auf diese Weise werden bildungspolitisch relevante Veränderungen öffentlich reflektiert und zugleich die Entwicklung des Faches auf Nebenwegen (nach)gezeichnet. Es werden ca. 2 Beiträge veröffentlicht (mit max. 15.000 Zeichen inkl. Leerzeichen).
7. Neues aus dem Fach: Nennungen von Stellenberufungen u. -besetzungen, Promotionen, Habilitationen, Preisen. Bis spätestens 01.04. an Fr. Herz.

Die ESE setzt als wissenschaftliche Jahreszeitschrift auf hohe Qualitätsstandards!
Das Einreichungsverfahren ist gestuft. Zunächst wird ein Abstract eingereicht und es erfolgt eine Rückmeldung zur Annahme bzw. Ablehnung. Anschließend wird der umfängliche Beitrag eingereicht, für den wiederum eine Rückmeldung zur Annahme bzw. Ablehnung erfolgt sowie mögliche Überarbeitungen zurückgemeldet werden. Dem Einreichungsverfahren liegt der folgende Zeitplan zugrunde:

Bis 15.07.22 Abstracteinreichung durch Autor:innen:
Abstract über max. ½ Seite, WORD-Datei, in dem der Beitrag aussagekräftig skizziert wird, Rubrik 1-7 (s.u.) angeben, senden an:
Stephan Gingelmaier gingelmaier@ph-ludwigsburg.de

Bis. 31.07.22 1.Rückmeldung über Annahme oder Ablehnung der Abstracts

Bis 15.12.22 Einreichung der Beiträge (WORD-Datei, APA-Formatierung) an:
Stephan Gingelmaier gingelmaier@ph-ludwigsburg.de
Bitte mit ausgefüllter
- „Excel_Liste_Belegexemplare“ und
- Nennung aller Autor:innen nach Muster „Mitwirkende“ s. Anlage

Bis 01.02.23 2. Rückmeldung über Ablehnung oder Annahme und mögliche Überarbeitungen der Beiträge

Bis 01.03.23 Überarbeitung durch Autor:innen

Bis 01.04.23 3. Annahme zur Drucklegung (tlw. 2. Überarbeitungsschleife)
Ende Juni/ 15. Konferenz der Dozierenden 2023: ESE V liegt vor
Anfang Julie

Erstellung bitte unbedingt nach dem anhängenden APA-Kurzmanual (7th) formatieren.

Der avisierte Leser:innenkreis setzt sich aus Hochschulmitarbeitenden, Studierenden, Praktiker:innen und Entscheidungsträger:innen sowie Verwaltungspersonen zusammen.

Wir bitten die einreichenden Autor:innen:
• um eine klare Zuordnung zu einem der 7 genannten Einreichformaten. Bitte schreiben Sie dies explizit in Ihre Erste Einreichung des Abstracts.
• Alle Autor:innen über die Überschrift zu schreiben!
• Tabellen, Abbildungen und Bilder in einer separaten Datei zu übermitteln. Im Text wird vermerkt, wo diese eingefügt werden sollen. Bitte auf eine hohe Auflösung achten.
• den Beiträgen der Rubrik 1. Orginalia, 2. Tagungsbeitrag und weitere Beiträge und 3. Zur Diskussion aus dem Fach ein kurzes Abstract (ca. 5-7 Zeilen) mit maximal 5 Key-Words in deutscher Sprache voranzustellen.
• Beiträge der Rubrik Originalia und Tagungsbeiträge und weitere Fachbeiträge bitte in zwei Versionen zu schicken (Hintergrund: Begutachtung):
 Version I: _regulär: enthält den unveränderten Beitrag mit allen Angaben zu den Autor:innen.
 Version II _Begutachtung: Name, Anschrift, Hochschule usw. der Autor:innen in die Kopfzeile, alle Namen der Autor:innen und Co-Autor:innen im Text durch X ersetzen, Jahreszahlen im Text bei Zitaten der Autor:innen stehen lassen. Zitierten Literaturangaben in denen Autor:innen im Literaturverzeichnis auftauchen aus dem Hauptliteraturverzeichnis löschen und in ein eigenes extra Literaturverzeichnis nach dem Hauptliteraturverzeichnis einfügen (Autor:innenliteraturverzeichnis). Alle direkten oder indirekten Hinweise auf Beitragende und ihre Produkte sollen entfernt werden!
• die oben angegebene Zeichenanzahl mit Leerzeichen (inklusive Titel, Abstract, Key-Words, Text und Literaturangaben) unbedingt einzuhalten!
• Alle Autor:innen nach dem Muster der anhängten Datei Mitwirkende am Ende des Beitrages anführen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns für dieses Vorhaben Ihr Vertrauen, fachliche Expertise, Ihre (finanzielle) Unterstützung und Ihre Mitarbeit schenken würden und verbleiben mit den besten Grüßen,

Stephan Gingelmaier, Birgit Herz, Lars Dietrich, Pierre- Carl-Link, Dennis Hövel, Xenia Müller & Janet Langer

Bitte leiten Sie diese E-Mail an interessierte Kolleg:innen weiter.

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